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23.07.2015

Pressemitteilung der Bürgerliste GfE


 

In diesen Tagen erfreut sich das Hallen- und Freibad der Stadtwerke Einbeck eines immensen Zulaufs, gleichwohl ist die Zahl der Besucher seit Jahren rückläufig. Bei gleichzeitig steigenden Kosten für die Instandhaltung, Investitionen und den Betrieb unseres Schwimmbades belaufen sich die Schwimmbadverluste der Stadtwerke Einbeck auf jährlich 600 T€. Um diesen Betrag vermindert sich auch das Ausschüttungsvolumen der Stadtwerke an die Stadt. Ungeachtet dieser Tatsache formiert sich aktuell ein breiter politischer Konsens zur Erhaltung des Lehrschwimmbades in der Geschwister-Scholl-Schule. Dort steht kurzfristig der Ersatz einer Filteranlage für 80 T€ an. Langfristig ist jedoch das gesamte Schwimmbad zu sanieren. Hierfür sind 600 T€ vorgesehen, die über mehrere Jahre im Haushalt verteilt werden sollen. Hierzu kommen jährlich über 40 T€ an Betriebs-kosten.

 

Mangels entsprechender finanzieller städtischer Mittel kam die Idee auf, einen Trägerverein zwecks Weiterbetriebs des Lehrschwimmbades zu gründen. Einem Trägerorgan obliegt die Finanzierung aller Betriebs- und Unterhaltungskosten, womit der städtische Haushalt entlastet worden wäre. Bei dem erheblichen Investitionsstau war es jedoch höchst unwahrscheinlich, die Trägerschaft auf ein anderes Organ als die Stadt Einbeck übertragen zu können. Positiv bleibt aber zu würdigen, dass sich inzwischen ein Förderverein gegründet hat, der durch Mitgliedsbeiträge und das Einwerben von Spenden einen Beitrag zu den zu finanzierenden Kosten leisten will. Dieses private Engagement reicht aber bei weitem nicht aus. Der Vorstand des Fördervereins hat daher klipp und klar erklärt, eine Trägerschaft nicht übernehmen zu können.

 

Mit Ausnahme der Bürgerliste GfE scheint man dieser bitteren Wahrheit nicht ins Auge sehen zu wollen. Eine Refinanzierung eines zweiten Schwimmbades in Einbeck ist in keiner Weise gesichert. Dies bedeutet, dass man den Mitteln, die man nun mehrheitlich für die Erhaltung des Lehrschwimmbades in der Geschwister-Scholl-Schule bewilligen möchte, an anderer Stelle einzusparen hat. Beispielsweise werden dringend Mittel für die Erweiterung der Grundschule in Kreiensen und den immer wieder verschobenen Straßenausbau in der Kernstadt benötigt. Ebenso werden die notwendige Erweiterung und der evtl. Neubau von Feuerwehrgerätehäusern erhebliche Investitionen in der Zukunft erfordern, die aus Gründen des Brandschutzes nicht aufgeschoben werden können.

 

Nach Ansicht der Bürgerliste GfE gibt der städtische Haushalt derart finanzielle Eskapaden nicht her. Ein zweites Schwimmbad ist schlicht und einfach nicht finanzierbar, ohne einschneidende Opfer an anderer Stelle zu erbringen. Die Bürgerliste GfE sagt daher "JA" zur langfristigen Erhaltung des Hallen- und Freibades in der Straße Am Schwimmbad und schweren Herzens "NEIN" zum Fortbetrieb des Lehrschwimmbeckens in der Geschwister-Scholl-Schule. Ohne die Fusion mit der Gemeinde Kreiensen wäre der Betrieb des zweiten Schwimmbades als freiwillige Leistung auch haushaltsrechtlich nicht mehr möglich gewesen. Dies haben die Kreienser Bürger seinerzeit mit ihrem Hallenbad leidvoll erfahren müssen, bevor es dann in die Hände eines erfolgreichen und engagierten „echten“ Trägervereins überführt wurde. Das auch von der Bürgerliste GfE als absolut wichtig anzusehende Schulschwimmen wäre durch die Schließung des Lehrschwimmbeckens nicht gefährdet und könnte, nach Auskunft der Stadtwerke, im Hallenbad durchgeführt werden.

 


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